Jungfrau Marathon – Mein erster Bergmarathon!

Marathons bin ich schon viele gelaufen. Wie viele weiss ich gar nicht ganz genau. Offiziell bestimmt schon 15 – 20. Im Training waren es einige mehr. Ich schätze mal grob, dass ich locker schon 80 Marathons gerannt bin. Oder mehr!? Einen richtigen Bergmarathon bin ich aber noch nie gelaufen. Hier in Frankfurt trainiere ich fast ausschliesslich im flachem Gelände. Den Jungfrau Marathon wollte ich schon mal vor ein paar Jahren laufen. Nun hat es endlich geklappt und ich stand am 10.09. endlich am Start. Die ersten 10 km dieses Rennens sind ganz flach. Von 10 – 25 km geht es dann zwei, drei mal leicht hoch. Aber der richtige Anstieg beginnt erst bei 26 km. In den letzten 16 km des Marathons sind dann ca. 1200 HM zu überwinden. Das Ziel ist unterhalb des Bergmassivs Eiger, Mönch, Jungfrau mit einem gigantischem Panorama.

Für das Rennen habe ich mich ca. 10 Wochen vorbereitet. Davon 2,5 Wochen in Fuschl am See in Österreich um auch mal ein paar Berge hoch zu rennen. Die Vorbereitung lief super und ich stand fit an der Startlinie. Was genau auf mich zukommen würde wusste ich nicht. Den letzten Teil der Strecke hatte ich mir vorher nicht angeschaut. Wie fast immer. Ich lauf einfach drauf los und lass mich überraschen. Das ist immer ganz spannend 😉 Nur die erste steile Rampe nach 26 km hatte ich mir vorher einmal angeschaut.

ca. 4000 Teilnehmern standen am Start und nach dem Startschuss wurde erst einmal eine kleine Runde (ca. 4 km) flach in der Stadt Interlaken gedreht. Nach 4 km gab es eine Sprint- Sonderwertung, aber da hielt ich mich raus um Kraft für den eigentlichen Marathon zu sparen! 😉

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Von Anfang an war ich an Position 12. So ging es dann auch langsam in Richtung Berg. Die Beine liefen sehr gut und ich war locker. Nur die erste Hälfte nicht zu schnell anrennen dachte ich mir. Also lief ich den ersten Halbmarathon verhalten in 1:18 h.

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Nach 25 km wurde es dann richtig Ernst. Die erste Rampe mit 2 km und ca. 320 HM baute sich vor mir auf wie eine Wand. Die Tage zuvor dachte ich noch, dass ich dort locker hochlaufen kann, aber im Rennen ging es leider irgendwie nicht. Also musste ich schon nach 26,5 km power hiken und gehen. An diesem steilen Stück verlor ich dann leider etwas Zeit auf die Spitze. Ich wollte auch meine Kraft noch sparen für den Schlussanstieg und liess mir für diesen steilen Kilometer dann etwas mehr Zeit.

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Nach 28 km und oben in Wengen angekommen war die Strecke dann wieder viel laufbarer und ich kam wieder ins Rollen. Bei 30 km stand mein Kumpel Max bereit um mir ein Red Bull zu reichen. Danach kam ich aus meinem kleinen Tief wieder raus und konnte von 30 – 38 km ganz gut laufen. Es ging zwar bergan, aber alles nicht so steil wie zuvor. Nach 38 km kam dann der steile Schlussanstieg. Kurz zuvor hatte ich mich von Platz 12 auf Platz 9 vorgearbeitet.

Diesen Anstieg musste ich auch zum grössten Teil power hiken und gehen.

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Aber den Marokkaner vor mir konnte ich dann noch überholen und so lief ich auf Platz 8 vor. Es ging unterhalb der Berge über eine Moräne steil berghoch. Bis zum berühmten Dudelsackspieler. Dort war der höchste Punkt des Rennens erreicht (auf. ca. 2200m) und ich wusste, dass es jetzt nur noch 1,5 km bergab bis ins Ziel ging.

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Dort konnte ich dann auch noch ordentlich Gas geben und im Ziel war ich dann ganz froh über meinen 8 Platz in 3h 14:59 min. als Flachländer! 😉

Nächstes Jahr will ich auf jeden Fall wieder beim Jungfrau Marathon starten und dann will ich versuchen den ganzen Marathon durchzulaufen. Da sind locker noch 8 – 10 min. schneller drin und dann wäre ich natürlich ganz ganz vorne dabei. 😉 Mal sehen.

War ein Hammer Lauf mit top Organisation und Stimmung auf der Strecke und genialem Bergpanorama. Jedem der kein Bock auf City Marathons hat kann ich diesen Lauf echt empfehlen!

Euer FLOw

 

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