Berlin Marathon aus einer ganz anderen Perspektive

Hey Leute,

ich habe schon lange nix mehr auf meinem Blog hier geschrieben. Also wird es höchste Zeit.

Ich erzähle euch heute gerne von meinen Erlebnissen des Berlin Marathons, den ich am letzten Sonntag mit Max Herre gerockt habe.

Mit Max Herre? Ja! ANNA. Kennt ihr sicher, oder? 😉

Wie kam es denn dazu?

Max hat mich gefragt, ob ich nicht Lust hätte ihn bei seinem ersten Marathon zu unterstützen. Er hat einen Artikel über mich in der Süddeutschen Zeitung gelesen und mich darauf hin kontaktiert. Ich war direkt begeistert. Früher hatte ich die Esperanto CD von Freundeskreis.

Natürlich war ich dann direkt bereit ihn bei seinem Projekt zu helfen!

Wir trafen uns vorher einmal in Berlin um eine nette Runde zusammen zu laufen und um uns ein bisschen kennenzulernen.

Wir verstanden uns auf Anhieb sehr gut und so stand sofort fest, dass wir am 26.09. in Berlin zusammen an der Starlinie stehen würden.

So ging es also ab! Der Plan war auf eine Endzeit von ca. 3:40 – 3:45 h ausgerichtet.

Max hatte leider im Vorfeld eine kleine Wadenzerrung was uns aber nicht davon abhielt sein Ziel engagiert anzugehen. In den letzten paar Tagen vor dem Marathon waren die Probleme auch wieder so gut wie verschwunden.

Jeder Marathon Neuling und auch erfahrene Marathonläufer stellt sich kurz vor so einem Rennen immer die gleichen Fragen…

Hab ich an alles gedacht? Wann trinke ich was? Wie wird das Wetter? Komme ich gut durch? Wann kommt der Mann mit dem Hammer? usw. usw.

Die Nervosität wird so kurz vor dem Marathon natürlich immer grösser.

Aber es ist immer wieder das Gleiche. Wenn der Startschuss gefallen ist, ist die Anspannung verflogen. Man konzentriert sich und versucht in seinen Rhythmus zu kommen.

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Nach dem Startschuss liefen wir locker los. Ich musste Max direkt bremsen. Plan war erst mal einen Schnitt von 5:14 – 5:20 min./km zu laufen. Die ersten 3 km waren mit 5:00 – 5:12 min./km etwas schneller. Aber nicht so schlimm. Max wirkte sehr entspannt und top fit.

Nach 3 km pendelte sich unser Tempo dann ziemlich gut bei 5:15 min./km ein. Also alles in einem Top Bereich. Viele Läufer grüssten uns. Das war eine ganz neue Erfahrung für mich. Mal mit allen zusammen laufen. Den Lauf richtig geniessen. Spass haben. Und gleichzeitig aber auch konzentriert bleiben, dass wir die Pace einhalten und ich Max gut durchbringe.

Ich hatte mir schon vorher überlegt, wie wir das Trinken an den Getränkestationen machen.

Wir waren zu dritt unterwegs. Max, Michael von Viva con Aqua und ich. An der ersten Getränkestation bei ca. 5 km schickte ich die beiden Jungs dann auf die linke Seite. Die Station war rechts aufgebaut. Die Jungs liefen dann einfach links vorbei wo ausreichend Platz war und ich spielte den Wasserträger.

Gar nicht so einfach in dem Getümmel an die Becher ran zu kommen. Alle Läufer liefen immer direkt zum ersten Tisch. Da gab es natürlich dann Staus, Gedrängel. Teilweise auch Stürze. Also liebe Leute: Die Getränkestationen sind meistens relativ lang. Man kann auch den zweiten, dritten oder vierten Tisch anlaufen und sich dort etwas wegnehmen wo keiner steht. 😉

So habe ich es dann immer getan. Klar, auch dort wurde es oft eng. Bei 40.000 Startern in Berlin ist das ja logisch. Ich schnappte mir immer zwischen 3 und 4 Becher am Anfang mit Wasser und ab Kilometer 15 dann auch Isogetränke.

Max und Michael hatten dann Zeit sich auf das laufen zu konzentrieren und ich brachte ihnen die Getränke. Ganz cool, oder? Netter Service. 😉 Das hat auch super funktioniert. Man musste um die Getränkestation echt aufpassen, dass man nicht auf Bechern ausrutscht. Schon krass was da hinten im Feld teilweise abgeht.

Die Stimmung war echt genial. Viele Läufer überholten uns und grüssten mich. Auch Freunde aus Frankfurt, mit denen ich dann mal kurz auf der Strecke ausrastete und abfeierte!

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Den Halbmarathon passierten wir in sehr guten 1:51:30 h, also voll auf Kurs für 3:40 – 3:43 h bei zweiter, schnellerer Hälfte. So war der Plan.

Ab Kilometer 23 hatte Max leider etwas feste Waden und wir liefen auf Sicherheit mal etwas langsamer. Hinzu kam ein kurzer Stop bei ca. 26 km. Aber es ging trotzdem gut weiter und bei 32km sah alles echt noch gut aus.

Jetzt begann das Neuland. Was passiert nach 35 km? Die meisten Läufer machen in der Vorbereitung nie längere Läufe als 35km. Das reicht auch. Die letzten 7 km gehen immer irgendwie. Meiner Meinung nach Kopfsache. Doch beim ersten Marathon ist eben alles anders. Da hat man auch mal die Angst es irgendwie nicht zu schaffen.

Aber ich motivierte Max immer wieder weiter zu machen. Richtig kämpfen musste er auch nicht. Ich fand er sah echt entspannt aus. Alles eben eher Kopfsache. Also liefen wir weiter. Ich sagte zu ihm: „Das ist einer der coolsten Marathon Zieleinläufe ever! Das müssen wir uns unbedingt anschauen! Also laufen wir jetzt einfach weiter, bis wir zusammen durch das Brandenburger Tor laufen. Kein Problem. Das machen wir jetzt und dann kannst du die Stimmung und den Zieleinlauf dort richtig geniessen!“

Genau so lief es dann ab. Wir wurden zwar etwas langsamer, aber das war dann auch egal. Ziel war es dann das Ding gut durchzubringen und das haben wir zusammen geschafft. (Zielzeit: 3h 48:29 min.)

Es war für mich ein tolles Erlebnis mit so vielen anderen Läufern zusammen diese schöne Strecke bei geilem Wetter zu laufen. Mal ganz entspannt ohne Zeitdruck und dabei einige andere Läufer glücklich gemacht. Man muss nicht immer vorne mitballern. Berlin ich komme wieder!

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