Jungfrau Marathon – Mein erster Bergmarathon!

Marathons bin ich schon viele gelaufen. Wie viele weiss ich gar nicht ganz genau. Offiziell bestimmt schon 15 – 20. Im Training waren es einige mehr. Ich schätze mal grob, dass ich locker schon 80 Marathons gerannt bin. Oder mehr!? Einen richtigen Bergmarathon bin ich aber noch nie gelaufen. Hier in Frankfurt trainiere ich fast ausschliesslich im flachem Gelände. Den Jungfrau Marathon wollte ich schon mal vor ein paar Jahren laufen. Nun hat es endlich geklappt und ich stand am 10.09. endlich am Start. Die ersten 10 km dieses Rennens sind ganz flach. Von 10 – 25 km geht es dann zwei, drei mal leicht hoch. Aber der richtige Anstieg beginnt erst bei 26 km. In den letzten 16 km des Marathons sind dann ca. 1200 HM zu überwinden. Das Ziel ist unterhalb des Bergmassivs Eiger, Mönch, Jungfrau mit einem gigantischem Panorama.

Für das Rennen habe ich mich ca. 10 Wochen vorbereitet. Davon 2,5 Wochen in Fuschl am See in Österreich um auch mal ein paar Berge hoch zu rennen. Die Vorbereitung lief super und ich stand fit an der Startlinie. Was genau auf mich zukommen würde wusste ich nicht. Den letzten Teil der Strecke hatte ich mir vorher nicht angeschaut. Wie fast immer. Ich lauf einfach drauf los und lass mich überraschen. Das ist immer ganz spannend😉 Nur die erste steile Rampe nach 26 km hatte ich mir vorher einmal angeschaut.

ca. 4000 Teilnehmern standen am Start und nach dem Startschuss wurde erst einmal eine kleine Runde (ca. 4 km) flach in der Stadt Interlaken gedreht. Nach 4 km gab es eine Sprint- Sonderwertung, aber da hielt ich mich raus um Kraft für den eigentlichen Marathon zu sparen!😉

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Von Anfang an war ich an Position 12. So ging es dann auch langsam in Richtung Berg. Die Beine liefen sehr gut und ich war locker. Nur die erste Hälfte nicht zu schnell anrennen dachte ich mir. Also lief ich den ersten Halbmarathon verhalten in 1:18 h.

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Nach 25 km wurde es dann richtig Ernst. Die erste Rampe mit 2 km und ca. 320 HM baute sich vor mir auf wie eine Wand. Die Tage zuvor dachte ich noch, dass ich dort locker hochlaufen kann, aber im Rennen ging es leider irgendwie nicht. Also musste ich schon nach 26,5 km power hiken und gehen. An diesem steilen Stück verlor ich dann leider etwas Zeit auf die Spitze. Ich wollte auch meine Kraft noch sparen für den Schlussanstieg und liess mir für diesen steilen Kilometer dann etwas mehr Zeit.

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Nach 28 km und oben in Wengen angekommen war die Strecke dann wieder viel laufbarer und ich kam wieder ins Rollen. Bei 30 km stand mein Kumpel Max bereit um mir ein Red Bull zu reichen. Danach kam ich aus meinem kleinen Tief wieder raus und konnte von 30 – 38 km ganz gut laufen. Es ging zwar bergan, aber alles nicht so steil wie zuvor. Nach 38 km kam dann der steile Schlussanstieg. Kurz zuvor hatte ich mich von Platz 12 auf Platz 9 vorgearbeitet.

Diesen Anstieg musste ich auch zum grössten Teil power hiken und gehen.

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Aber den Marokkaner vor mir konnte ich dann noch überholen und so lief ich auf Platz 8 vor. Es ging unterhalb der Berge über eine Moräne steil berghoch. Bis zum berühmten Dudelsackspieler. Dort war der höchste Punkt des Rennens erreicht (auf. ca. 2200m) und ich wusste, dass es jetzt nur noch 1,5 km bergab bis ins Ziel ging.

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Dort konnte ich dann auch noch ordentlich Gas geben und im Ziel war ich dann ganz froh über meinen 8 Platz in 3h 14:59 min. als Flachländer!😉

Nächstes Jahr will ich auf jeden Fall wieder beim Jungfrau Marathon starten und dann will ich versuchen den ganzen Marathon durchzulaufen. Da sind locker noch 8 – 10 min. schneller drin und dann wäre ich natürlich ganz ganz vorne dabei.😉 Mal sehen.

War ein Hammer Lauf mit top Organisation und Stimmung auf der Strecke und genialem Bergpanorama. Jedem der kein Bock auf City Marathons hat kann ich diesen Lauf echt empfehlen!

Euer FLOw

 

Auch zu lesen auf: 

http://inspiration.goreapparel.de/5781-2/ (www.goreapparel.de)

Die Gewinner von letzter Woche !

Meine Facebook Seite hat die 30.000 geknackt. Daher hatte ich mir das mit dem Gewinnspiel überlegt um euch allen mal etwas zurück zu geben und DANKE zu sagen, dass ihr so interessiert seid und euch gefällt was ich in meinem (Läufer)-Leben so treibe.

Ich habe die Preise alle extra von meinen Partnern organisiert und das ganze Gewinnspiel alleine durchgezogen. Gar nicht so einfach und es war einiges zu tun. Aber es hat mir sehr viel Spass gemacht die ganzen, vielen Kommentare durchzulesen. Ihr seid echt super kreativ und auch allen, die „nur“ einen Text geschrieben haben danke ich sehr. Das war wirklich super!🙂 Ich habe aus allen verschiedenen Kommentaren (Text, Bild, Video, Musik) ausgewählt.

Am liebsten hätte ich euch allen etwas geschenkt, aber wie das bei einem Gewinnspiel so ist kann es nur wenige Gewinner geben. Also nicht traurig sein. Sobald ich mal in eurer Stadt bin versuche ich meinen RUN WITH THE FLOW zu machen, so dass ihr mal mit mir laufen könnt wenn ihr Bock habt!🙂

So nun zur Sache. Es gibt schon Fotos mit 2 Gewinnern und ihrem Preis. Wenn noch andere Fotos reinkommen füge ich diese anschliessend noch hier dazu.

Hier die Gewinner der letzten Woche:

– Montag: Garmin Forerunner 630: DUSTIN T. (Bild)

– Dienstag: 3 x Led Lenser SEO 7R: TANJA S., MIKE S., EKKHARD R. (Text, Text, Bild)

– Mittwoch: 2 x Hyperion von Brooks: SABINE R., TOBI P. (Bild, Bild) schon mit ihren neuen Schuhen!

– Donnerstag: 2 x ONE GORE TEX Jacke: JANINA L., TOBI E. (Text, Musik)

Checkt bitte mal TOBI’s Song „Jetzt oder nie“ (Acoustic) auf Soundcloud und achtet auf Minute 1:07 !😉

Facebook hat er auch: Tobi. @tobienzlmusic

– Freitag: Red Bull Studios Berlin Trip: Christian W. (Text)

– Samstag: 2 x Gutschein Frankfurter Laufshop: JANA B., ANDRÉ Z. (Text, Bild)

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– Sonntag: 3 x FLOW Paket: LISA M., NIKI S., DAN V. (Text, Bild, Bild)

 

Facebook Gewinnspiel 11.07. – 17.07.

Hallo Freunde,

meine Facebook Seite hat die 30.000 er Marke geknackt.

Ich hatte bereits angekündigt, dass ich ein paar tolle Preise raushauen will.

Jetzt ist es soweit.

Vom Montag 11.07. – Sonntag 17.07.16 gibt es jeden Tag was tolles auf meiner Facebook Seite zu gewinnen.

Hier die Teilnahmebedingungen und Gewinnspiel Disclaimer:

Das Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zu Facebook und wird in keiner Weise von Facebook gesponsert, unterstützt oder organisiert.

  • Teilnehmen können alle natürlichen und geschäftsfähigen Personen mit einem Mindestalter von 14 Jahren.
  • Beginn und Ende des Gewinnspiels: Von MO 11.07. bis SO 17.07. gibt es jeden Tag ein Gewinnspiel, dass jeweils von 9:00 Uhr bis 21:00 Uhr läuft.
  • Um teilzunehmen musst du nur meine Seite mit „gefällt mir“ markieren, den Gewinnspiel Post liken und ein nettes Kommentar oder Bild in die Kommentare posten
  • Eure Beiträge dürfen keine Rechte Dritter verletzen
  • Was es genau zu gewinnen gibt wird in dem täglichen Post beschrieben
  • Die Preise werden jeweils direkt nach Ablauf des Gewinnspiels abends ausgelost
  • Eine dreiköpfige Jury entscheidet über den/die Tages – Gewinner/in
  • Die Gewinner werden spätestens am nächsten Werktag über Facebook benachrichtigt.
  • Meldet sich der/die Gewinner/in innerhalb von 10 Tagen nach der Benachrichtigung nicht, so verfällt der Gewinn
  • Die Gewinne werden den Gewinnern per Post zugesandt
  • Die Teilnehmer-Daten werden nicht an Dritte weitergegeben
  • Am Ende der Gewinnspiel- Woche werden am Sonntag Abend 17.07. alle Gewinner in einem Post anonymisiert (wie z.B. „Florian N. aus F.“) erwähnt (plus Veröffentlichung des Bildes, falls eines dabei war und der Gewinner mit der Veröffentlichung einverstanden ist)
  • Ansprechpartner und Verantwortlicher ist alleine der Veranstalter (Florian Neuschwander) –> Kontaktmöglichkeit: Haile_Flo@gmx.de
  • Florian Neuschwander behält sich das Recht vor, das Gewinnspiel vorzeitig zu beenden, insbesondere dann, wenn eine ordnungsgemäße Durchführung des Gewinnspiels aus technischen Gründen oder rechtlichen Gründen nicht mehr gewährleistet werden kann, ebenso die Teilnahmebedingungen jederzeit zu ändern, sollte dies erforderlich sein.
  • Durch die Teilnahme an der Aktion akzeptiert der Teilnehmer diese Teilnahmebedingungen.
    Eine Barauszahlung, Änderung oder ein Umtausch der Gewinne ist nicht möglich. Gewinnansprüche sind nicht übertragbar. Ausschließlich anwendbares Recht ist das Recht der Bundesrepublik Deutschland. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Wings for Life World Run 2016

Hallo Leute,

ich habe ja jetzt schon länger nichts mehr hier auf meinem Blog geschrieben. Aber nach dem Wings for Life World Run in München will ich euch das Wochenende aus meiner Sicht beschreiben. Was ich vor, während und nach des Laufs erlebt, gedacht und wie ich mich dabei gefühlt habe.

Ich habe mich lange auf den Wings for Life World Run vorbereitet. 12 Wochen. Die ersten 8 Wochen waren echt super. Ich habe in der Zeit einige persönliche Rekorde aufgestellt. In den ersten 4 Wochen bin ich im Schnitt 206 km gelaufen. Das war mein absoluter Rekord. In Mallorca bin ich in der letzten Woche 260 km gerannt. Auch das war ein persönlicher Wochenrekord.

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Nach diesen 4 Rekordwochen, die ihr auch auf meinem Strava Account sehen könnt habe ich eine Woche komplett rausgeholt.

Nach 4 kompletten Ruhetagen bin ich dann aus meinem WFLWR Training und vielen Kilometern einfach aus dem Training heraus bei einem 10 km Rennen eine 30:58 min. gerannt. Das war schon mal ein erstes Zeichen, dass mein Training richtig gut angeschlagen hat!

Ich war sehr zuversichtlich und in Top Form!

Nach einer weiteren 200 km Woche im Anschluss war dann 2 Wochen später ein 50 km Wettkampf geplant, bei dem ich den Deutschen Rekord angreifen wollte. In Ebershausen lief ich dann im Alleingang die zweitbeste jemals in Deutschland gelaufene 50 km Zeit von 2h 52:18 min. Den aktuellen Deutschen Rekord von Paul Schmidt verfehlte ich jedoch relativ deutlich (2h 49:06 min.)

Im Alleingang war es nicht einfach die Pace am Ende zu halten. Ich war aber mit meinem Rennen trotzdem sehr zufrieden und habe die WM Norm für die 50 km (3:00h) damit deutlich unterboten. Allerdings findet die Weltmeisterschaft über 50 km am 11.11. in Doha/Quatar statt. Ich weiss noch nicht, ob ich dort starten werde, weil es doch sehr heiss ist und ich eigentlich Top Fit am 27.11. nur 2 Wochen später bei der 100 km Weltmeisterschaft in Spanien am Start stehen will.

Nach meinem 50 km Rennen in Ebershausen ging es für mich nach Südafrika. Für meinen Sponsor LED Lenser war ich dort unterwegs. Nette Fotos und Videos produzieren für eine Herbst Kampagne. Was genau dabei rauskommt werdet ihr dann im Herbst sehen😉 Dort war ich auch mit Jan Fitschen unterwegs. In Kapstadt sind wird auf den Tafelberg gewandert und hatten viel Spass. Viel gelaufen bin ich dort natürlich dann nicht. Das war aber auch nicht so wichtig, weil ich nach dem 50 km Rennen sowieso eine Woche ganz ruhig trainieren wollte.

Leider war ich nach der Südafrika Woche eine Woche erkältet und konnte 5 Tage nicht trainieren. Das war natürlich dann nicht gerade ideal, weil ich in dieser Woche eigentlich noch ein paar gute Kilometer sammeln wollte. 2 Wochen vor dem Wings for Life World Run wollte ich noch einmal eine ca. 200 km Woche hinlegen. Am Wochenende war ich am Starnberger See und war dort Samstags das erste mal wieder locker laufen. Es ging auch wieder einigermassen, so dass ich Sonntags beschloss noch einen längeren Lauf zu machen.

Ich beschloss also einmal um den Starnberger See zu rennen. Das waren genau 50 km! Also eigentlich kein Problem. Max, mein Kumpel, Coach, WG Mitbewohner war wieder auf dem Rad am Start und begleitete mich. Das Wetter war echt mies, mit Schnee- und Hagelschauern. Kalt. Nur 2 Grad. Aber ich zog es durch und bin die 50 km in profilierten Gelände in 3h 13:57 min. um den See gelaufen. Das entspricht einem Schnitt von 3:52 min./km. Ein sehr guter, letzter langer Testlauf vor dem Wings for Life World Run. Vor allem bei dem Wetter. Ich war also eigentlich gut vorbereitet.

In den letzten 2 Wochen bis zum WFLWR wollte ich mich dann nur noch erholen. Und wenn ich laufen war bin ich auch öfter mal die Wettkampf Pace von 3:45 – 3:48 min./km gelaufen. Das Wetter war die ganze Zeit echt bescheiden. Nicht gerade warm.

In der Wings for Life Woche war ich Montags noch bei Servus TV eingeladen. Im Hangar 7 war ich mit Lemawork Ketema (zweifacher WFLWR Sieger) und Christian Schiester (Red Bull Athlet und Abenteurer) bei Sport und Talk zu Gast. Wir redeten über Ultralaufen, den WFLWR und auch über Lemaworks Geschichte. Danach ging es dann direkt von Salzburg nach München.

In München hatte ich dann Zeit zu relaxen. Von Dienstag bis Freitag. Eigentlich alles ganz easy. Ich war gut drauf, nur mein Fuss machte mir etwas Sorgen. Das hing ich nicht an die grosse Glocke, aber ich merkte schon, dass da etwas nicht 100 Prozent passt. Laufen war kein Problem, aber wie weit? Das war die Frage. Aber ich lass mich durch so etwas nicht gross beunruhigen und versuchte mich abzulenken.

Ich hatte es geschafft fast 700 Läufer für mein Run with the Flow Team zu begeistern und an den Start zu bringen. Davon liefen ca. 500 in München und nochmal ca. 200 weltweit in einer der 34 Locations. Ausserdem waren nochmal zusätzlich ca. 600 Läufer für mein Team mit der Selfie Run App unterwegs. Das macht insgesamt 1300 Run with the Flow Läufer. Ich war und bin begeistert und geflasht !

Mein primäres Ziel war klar. Versuchen die 80 km zu knacken und mit meinem TEAM zusammen die weltweite Wertung zu gewinnen. In der „normalen“ und in der Selfie Kategorie.

Am Samstag hatte ich dann einen kleinen Stand als Treffpunkt auf dem Olympiapark Gelände. Dort traf ich mich dann auch mit meinen Team Mitgliedern. Ich nahm mir dann 2 Stunden Zeit um möglichst mit jedem ein Wort zu wechseln und zu fragen ob sie fit sind. Was sie geplant haben. Wie weit sie rennen wollen usw. Ich war begeistert und die Stimmung im Team war einfach super.

Am Sonntag morgen trafen wir uns um 11:30 Uhr direkt am Olympiasee am Theatron. Dort wollten wir ein Run with the Flow Team Foto machen. Ich kam dort ein, zwei Minuten später an und war einfach überwältigt. Aber seht doch einfach selbst:

Ich war einfach hin und weg. Das war der absolute Wahnsinn und den Augenblick werde ich wohl so schnell nicht mehr vergessen! Ich danke euch allen dafür! Ich hätte nie gedacht, dass ich das einmal sage, aber DAS WAR EPIC SHIT !!!

Nach diesem grandiosen Meeting zog ich mich nochmal zurück bis kurz vor dem Start. Jetzt wollte ich natürlich auch zeigen, was ich drauf habe. Das Wetter war top, leider etwas zu warm, aber man kann es sich eben nicht aussuchen. Ich joggte also 15 min. vorher locker zum Start. Dort waren auch schon fast alle 8000 Starter bereit loszulaufen. Der Start erfolgte weltweit zur gleichen Zeit. Nach dem Startschuss merkte man wie begeistert die Läufer und die Zuschauer waren. Einfach Top!

Participants compete during the Wings for Life World Run in Munich, Germany on May 8, 2016

Participants compete during the Wings for Life World Run in Munich, Germany on May 8, 2016

Es bildete sich relativ schnell eine Gruppe um mich herum. Zwei Läufer setzten sich von Anfang an deutlich nach vorne ab. Ich lief mit Sebastian Hallmann (ehemaliger Deutscher Spitzenläufer über 1500 – 10.000m und Ex Teamkollege der LG Stadtwerke München) und noch 4 – 5 weiteren Läufern. Das Tempo war gut. Sogar leicht zu schnell, aber ich fühlte mich nicht schlecht. Den Fuss merkte ich jedoch schon von Anfang an, aber nicht ganz so tragisch. Die Wärme merkte ich nach 5 km schon deutlich. Es war doch noch einmal wärmer als gedacht. Also fing ich schon früh an zu trinken.

Florian Neuschwander of Germany seen during the Wings for Life World Run in Munich, Germany on May 8, 2016.

Florian Neuschwander of Germany seen during the Wings for Life World Run in Munich, Germany on May 8, 2016.

Unsere Gruppe war bis 20 km gut unterwegs und den Halbmarathon passierten wir bei ca. 1:18 h was einem Schnitt von 3:41 min./km entspricht. Eigentlich etwas zu schnell bei geplanten 3:48 min./km, aber es ging immer noch ganz gut.

3 – 4 Kilometer später bekam ich jedoch Bauchprobleme. Ich musste das erste mal in die Büsche. Kein Problem dachte ich mir, denn das hatte ich bei der 100 km Weltmeisterschaft im letzten Jahr auch schonmal. Also ruhig bleiben und weiter laufen. Bei ca. 30 km dann wieder das Gleiche. Anhalten. Nicht den Kopf hängen lassen. Und weiter ging es … Ich war auf Rang 3, aber die Platzierung war mir zu diesem Zeitpunkt eigentlich schon völlig egal. Einfach weiter fighten fürs TEAM!

Florian Neuschwander of Germany seen during the Wings for Life World Run in Munich, Germany on May 8, 2016.

Florian Neuschwander of Germany seen during the Wings for Life World Run in Munich, Germany on May 8, 2016.

Ich kam immer wieder einigermassen in mein Zieltempo rein. Aber irgendwie spürte ich, dass heute nicht mein Tag war. Ich wusste schon nach dem ersten Stop, dass die 80 km Marke für mich heute einfach nicht zu knacken ist ! Bei Kilometer 35 ging Sebastian Hellmann aus dem Rennen raus genau wie er es geplant hatte. Er wollte einen guten Trainingslauf machen bis 35 km. Mehr nicht. Ich kam etwas nach ihm bei dieser Marke an. Jetzt wusste ich, dass ich in Führung war, aber es war mir irgendwie echt egal in diesem Moment. Ich wollte einfach so weit laufen wie es geht. Den Marathon durchlief ich noch in guten 2:42 h, was noch exakt meinem Tempo vom WFLWR 2015 entsprach.

Aber danach ging es echt bergab. bzw. bergauf! Die Strecke war echt anspruchsvoll. Viele Hügel und auch Richtungswechsel, die Hitze und Krämpfe machten mir nach dem Marathon echt zu schaffen! Ich ging bestimmt 10 -15 mal. Aber egal. Ich kämpfte weiter. Einfach weiter. Aufgeben war für mich KEINE OPTION !!!

Florian Neuschwander of Germany seen during the Wings for Life World Run in Munich, Germany on May 8, 2016.

Florian Neuschwander of Germany seen during the Wings for Life World Run in Munich, Germany on May 8, 2016.

Ich wollte unbedingt so weit kommen wie es geht. Für MEIN TEAM. Für all diejenigen, die mich unterstützen. Für alle die, die nicht laufen können! Auch wenn ich wusste, dass ich die 80 km weit verfehle! Scheiss drauf! Egal ! Dann eben nächstes Jahr! Also weiter laufen, gehen, walken. Laufen, gehen, walken. Bis zum Ende. Bis das Catcher Car von hinten ankommt.

Und bei 63,5 km war es dann so weit. Immerhin habe ich wieder Deutschland gewonnen. Und für mein Team gekämpft. Auch mein Team hat gewonnen. In beiden Kategorien. Selfie App Runner und mein „normales“ Team und zwar beide WELTWEIT! Der absolute Wahnsinn! Und der zweite Platz gesamt ging an eine Frau. Ja ihr hört richtig. An Karin Freitag mit sensationellen 59 km! Der Wahnsinn! Und das Beste: Sie war auch in meinem Team!🙂 Mega Leistung Karin!

Florian Neuschwander of Germany poses for a photograph with Karin Freitag of Austria during the Wings for Life World Run in Munich, Germany on May 8, 2016.

Florian Neuschwander of Germany poses for a photograph with Karin Freitag of Austria during the Wings for Life World Run in Munich, Germany on May 8, 2016.

Ich danke nochmal ALLEN, die dabei waren, mich angefeuert haben, mir über Facebook, Instagram oder sonst wo geschrieben haben! Ihr motiviert mich weiter zu rennen. Immer weiter. Laufen ist mein Leben. Ich lebe es und ich liebe es! Und die 80 km knacke ich auch noch. Und wenn nicht, auch egal ! Manchmal muss es kein Rekord sein um einen perfekten Tag zu haben. Der 08.05. war auch ohne eine Bestleistung PERFEKT !

Ich DANKE euch!

Euer

FLOw

Ballermann Trainingslager !

Hey Leute,

ich melde mich zurück aus dem Trainingslager. Meine WG Kumpels und ich waren in den letzten 2 Wochen in Mallorca (El Arenal) unterwegs.

Was Ich/wir da so erlebt haben will ich euch hier mal runterschreiben:

Unser Trip nach Malle ging los am 29.02.

Doch die 2 Wochen davor will ich euch auch noch schnell schildern, denn da habe ich auch schon super trainiert!😉

In den Wochen 01. – 14.02. ging bei mir gar nix! In Deutschland ging eine Grippe Welle herum. Es hat mit Sicherheit auch den einen oder anderen von euch erwischt. Mich hat es auch fast 2 Wochen umgehauen. Es war mal kurz besser, dann hab ich wieder ganz locker trainiert, doch dann kam es wieder zurück und ich musste wieder pausieren. Insgesamt habe ich in diesen 2 Wochen 7 Tage komplett pausiert.

Ich wusste nicht was ich drauf habe, aber wenn man krank ist muss man eben ausruhen und das ganze auskurieren!

Zum Glück wusste ich, dass es bald ins Trainingslager nach Mallorca gehen würde.

Ab dem 15.02. ging es bei mir dann endlich wieder aufwärts. Ich fühlte mich deutlich besser und wollte dann auch wieder jeden Tag trainieren.

Mein letzter langer Lauf lag schon etwas zurück, also bin ich in dieser Woche Mittwochs meinen ersten 35 km Lauf im Training gerannt. Das ging schon wieder ganz gut und mit 4:04 min./km im Schnitt bei 500 HM bergauf in meiner Heimat, dem schönen Saarland war ich dann auch sehr zufrieden!

Freitags bin ich dann schon 6 x 2000m Intervalle im Dauerlauf gerannt und das bei echt miesen Bedingungen im Schnee und Schneeregen.

Am Samstag morgen wollte ich raus um locker 18 km zu machen, doch das Wetter machte mir einen Strich durch die Rechnung. Ich wollte nach erst überstandener Erkältung nix riskieren und ließ den Lauf einfach ausfallen. So mache ich das immer spontan.

Ich höre in meinen Körper und wenn der mir sagt heute nicht laufen, dann geh ich auch nicht laufen. Oder wenn ich sehr müde bin und echt kein Bock habe, dann bleibe ich einfach daheim.

Ich war dann Samstags an diesem Tag arbeiten und habe mir noch Laufklamotten eingesteckt um wenigstens meine Einheit von 15 km Abends nach der Arbeit auf dem Laufband im Fitness Studio abzuspulen.

Ich löste meinen Gutschein, den ich mal geschenkt bekommen habe im Elements Studio in Frankfurt ein. Die Laufbänder dort sahen ganz gut aus und es war auch nix los. Ich habe das Band dann mal auf 60 min. gestellt und bin dann auch 15,3 km darauf gelaufen. Danach war ich kurz auf dem Klo und dachte mir, dass ich einfach mal noch ne Runde renne… Also nochmal 60 min. und dann hatte ich plötzlich 31 km in einem Schnitt von 3:52 min./km abgespult.😉 Die letzte Stunde bin ich dann abwechselnd 15,3 und 16,6 km/h gelaufen, als eine Art Tempowechsellauf. Das ging richtig gut.

Nach dem Läufchen war ich erst einmal müde. Daheim angekommen bereiteten meine WG Kumpels ihre Taschen für den Halbmarathon am nächsten morgen vor.

Der stand bei mir überhaupt nicht auf dem Plan. Doch irgendwie bekam ich Bock!

Also schnell mal die Strecke gecheckt, mit den Jungs drüber diskutiert und mich mit meinem Kumpel MO aus München für einen 16 km warm up run VOR dem Halbmarathon verabredet um noch ein paar Extra Kilometer in die Beine zu laufen!

Morgens lief dann alles ab wie kurzfristig geplant. 16 km easy mit MO einlaufen in 4:14 min./km und danach dann der Halbmarathon mit der DL Vorbelastung und dem 31 km Laufband Run vom Vorabend. Auch mal ein ganz neuer Reiz und das habe ich so vorher auch noch NIE gemacht!

Den Halbmarathon konnte ich dann in 1h 11:28 min. gewinnen. Noch 5 km mit MO ausgelaufen und dann hatten wir unseren Sonntags morgen Marathon!😉 Ich war mit dem Ergebnis sehr froh und vor allem über die gesamte Woche, in der ich 189 km gerannt bin.

Die Woche darauf stand auch wieder einiges auf dem Plan. Ich war jedoch durch die erste hohe Belastungswoche etwas müde! Deshalb habe ich direkt Dienstags einen Ruhetag eingebaut. Auch wieder auf mein Körpergefühl gehört und mein Körper sagte mir: „Flo, heute NICHT laufen!“ Einfach mal ne Runde chillen!😉

Das war genau die richtige Entscheidung, denn am Samstag hatte ich schon meinen nächsten, längeren Testlauf geplant. 30 km Lahntallauf in Marburg.

Der RUN klappte auch gut und ich hatte sogar bis Halbmarathon einen Mitläufer, der dann die HM Distanz in sehr guten 1h 12:18 min. gewann. Ich bin die 30 km Distanz gelaufen und habe dann die letzten 9 km das Tempo nochmal gesteigert. Die 10 km Abschnitt waren wie folgt: 34:25 – 34:14 – 33:49 min. was einen Gesamtschnitt von 3:25 min./km bedeutet hat. Das war ein ganz guter Test, obwohl ich hinten raus eigentlich etwas schneller laufen wollte.

Sonntags habe ich dann bewusst einen Ruhetag gemacht, so dass ich mich einigermassen im Hinblick auf das anstehende Trainingslager erholen konnte!

Am Montag morgen ging es dann ganz früh los nach Palma de Mallorca.

Alle waren gut drauf und wir freuten uns endlich mal 2 Wochen nur zu trainieren!

Wir kamen in dem Hotel an. In diesem Hotel waren wir nur eine Nacht untergebracht, weil das andere Hotel noch gar nicht geöffnet hatte. Hier war irgendwie noch alles dicht. Auch das aktuelle Hotel hat gerade erst aufgemacht und alles war sehr spartanisch und essen gab es auch noch nichts richtiges. Aber egal. Wir waren nun hier und wollten auch direkt los und eine kleine Runde trainieren. Max und Chris gingen los um ihre Rennräder abzuholen. Ich ging einfach mal mit und dachte mir, dass es vielleicht gar nicht so schlecht ist den ersten Tag etwas Rennrad zu fahren. Als wir im Verleih ankamen dachte ich mir: „Ach komm ich leih mir auch einfach ein Rennrad für die 2 Wochen.“ Gesagt getan. Nur hatte ich leider gar keine Radklamotten mit. Und auch keine Radschuhe! Naja, dann mussten halt erst einmal die Laufklamotten und Schuhe herhalten. (Am nächsten Tag habe ich mir dann doch mal Radschuhe besorgt! ;-))

Wir sind dann auch relativ schnell losgefahren und haben uns auf eine schöne, lockere 52 km Ausfahrt geeinigt. Ich kann gar nicht mehr sagen, wann ich das letzte mal auf einem Rad gesessen habe. Das muss Ewigkeiten her sein!😉

Am späten Nachmittag dann endlich die erste lockere Laufeinheit. Ich lief mit den Jungs und Tinka aus meinem Verein. Locker 12 km. Danach habe ich dann noch 8 km im 3:45 min./km Schnitt drangehängt um auf 20 km zu kommen. Erster Tag abgehakt!

Am zweiten Tag stand schon die erste knackige Einheit auf dem Programm!

8 x 2000m im Dauerlauf. Insgesamt 26 km im Schnitt in 3:37 min./km. Die 2000m Abschnitt bin ich im Schnitt in 3:15 min./km gelaufen und den letzten 2000er sogar in 6:05 min. (3:06; 2:59 min.). Das ging also schon richtig gut. Max hat mich dabei auf dem Rad begleitet und unterstützt, was echt extrem hilft !🙂

Bis Freitags standen dann eher lockere Dauerläufe (2 mal am Tag) auf dem Plan.

Am Samstag kam dann der erste richtige lange Lauf. Ich habe mir dafür eine 50 km Strecke mit ordentlichem Berg ausgesucht, die wir Mittwochs schon einmal auf dem Rennrad abgefahren sind. Florian Joeckel, der Rock´n Roller unter den Radfahrern (Guilty 76) schickte mir noch schnell ein geiles Outfit rüber und so hatte ich doch noch eine ordentliche Rad Ausstattung!

 

Max war wieder auf dem Rad mit dabei und supportete mich bei meinem 50 km Lauf grossartig. Die ersten 15 km waren total flach und gingen an den ganzen Ballermann Buden vorbei bis rein nach Palma. Von dort aus ging es aus Palma raus und rauf auf einen Militärpass. Dort waren innerhalb ca. 7 km rund 400 HM zu erklimmen. Das ging sehr gut und locker und oben angekommen lies ich es bergab erst mal easy rollen.

Der Tag war echt top und es lief echt richtig rund. Die Marathon Marke passierte ich in ca. 2:51 h und die letzten 8 km bin ich dann noch einmal gesteigert gelaufen. 7 km im Schnitt in ca. 3:35 min./km und die letzten 1000m noch einmal Vollgas in 2:59 min.! Nach der Einheit war ich echt froh und glücklich, dass es so gut gelaufen ist.

Am Tag danach stand dann nur eine easy Laufeinheit an. Locker auslaufen nach dem langen Lauf !

Die erste Woche beendete ich dann mit sehr guten 220 km !

Und schon ging es in die zweite Woche.

Die zweite Woche war eigentlich vom Prinzip her genauso geplant wie die erste Woche nur noch etwas mehr vom Umfang !

Dienstags lief ich dann wieder die 2000m Intervalle, aber dann 10 mal ! Ich kam dann auf insgesamt 32 km, also einen Long Run mit 10 mal 2000m (1000m lockerer Dauerlauf zwischen den Intervallen).

Die 2000er lief ich im Schnitt in 6:28 min. (3:14 min./km) und auch die letzten 2 Abschnitte konnte ich deutlich schneller laufen, also die 8 davor. Den letzten nochmal in 6:11 min. (3:10 – 3:01 min.) gesteigert.

Am Tag danach standen dann eigentlich 2 mal easy 15 km auf dem Plan.

ich lief relativ spät morgens los und kam trotz der harten Einheit am Tag davor ganz gut ins rollen. Also entschied ich mich doch spontan dazu aus den zwei mal 15 km einmal 30 km zu machen.

Den Long Run lief ich dann in 4:05 min./km und am Abend konnte ich mich dann dafür schön ausruhen!

Das Highlight des Trainingslagers sollte dann ein 60 km Long Run im Hinblick auf den Wings for Life World Run werden! Der Lauf war für Samstag geplant ! Es war extra ein Kamerateam angereist um mich bei dem Lauf etwas zu begleiten.

Wir hatten vorher alles geplant, dieses mal mein Kumpel und Mitbewohner Chris auf dem Rad als Begleitung. Die Strecke war auch klar. Einfach wieder die gleiche Strecke wie beim 50 km Lauf die Woche zuvor. Nur halt irgendwo noch 10 km dranhängen! Sollte ja kein Problem sein!😉

Zwischen den ganzen Trainingseinheiten stand einfach nur chillen und ausruhen auf dem Plan!

Am Samstag morgen hab ich mich dann schon ziemlich müde gefühlt. Es war auch irgendwie relativ kühl draussen und wieder einmal windig. Aber egal. Wir starteten den Lauf und die Stimmung war eigentlich gut. Das Kamerateam filmte ein bisschen an der Strandpromenade und fuhr dann zum höchsten Punkt am Militärpass vor.

Nach 9 km bekam Chris plötzlich einen platten Reifen. Ich bin weiter gelaufen und Chris hat mir zugerufen, dass er das Bike von Max holt und nachkommt so schnell es geht. Ich bin dann erst einmal alleine weiter und es lief eigentlich einigermassen rund. Bei 20 km hat mich Chris dann wieder eingeholt und danach ging es auch schon bergauf in Richtung Militärpass. Am Anfang der Militärstrasse standen aber plötzlich 3 Polizisten. Ich dachte man kann vorbei laufen, aber sie hielten uns an und wir durften nicht passieren. Die ganze Strecke war wegen einer Mallorca Rallye gesperrt. So ein Mist. Der Tag startete schon nicht gut und jetzt das!

Ich blieb aber ruhig und sagte zu Chris: „Lass uns nach Hause laufen. Der 60 km Testlauf soll heute wohl nicht sein. Das ist ein Zeichen“.

Chris rief die Jungs vom Kamerateam an und ich machte mich auf den Rückweg zum Hotel. Es ging den gleichen Weg wieder am Meer entlang nach Hause.

An der Promenade kurz vor dem Hotel am Ballermann 2 lief ich dann ins „Ziel“. Immerhin hatte ich noch exakt einen Marathon in 2h 45:50 min. runtergespult. Schnitt: 3:56 min./km.

Aber danach war ich doch schon ordentlich k.o.

Ich merkte eindeutig, dass ich in den letzten 3 Wochen super viel trainiert hatte und nach der verdienten Dusche bin ich dann auch sofort kurz eingeschlafen.

Abends waren die Jungs, das Kamerateam und ich dann lecker essen. Bei einem Italiener in Palma gab es richtig richtig gutes Fleisch und Anti Pasti. Alles was das Herz begehrt. Ein guter Tropfen Rotwein gehörte natürlich auch dazu. Also liessen wir es uns gut gehen. Die „Niederlage“ war schon längst verdaut und ich war auch überhaupt nicht sauer, dass es mit dem 60 km Test nicht geklappt hat. Irgendwie war ich sogar froh und dachte mir, dass es für irgend etwas gut sein muss…

Max, der mich in meinem Training etwas betreut sagte, dass ich am Sonntag und unserem letzten Tag des Trainingslager einfach mal ruhig machen soll. Pause! Sonst nix. Ok. Kein Problem! So habe ich es mir auch gedacht, weil ich echt müde war. Am letzten Tag standen noch ein paar Filmaufnahmen auf dem Programm. Der Tag war dadurch eigentlich schon komplett verplant.

Am Sonntag morgen standen wir früh auf und das Wetter war einfach genial. Sonnenschein und schon relativ warm! Echt top! Ein perfekter Tag um zu filmen…

Also sind wir mit dem Kamerateam los…. Wir fanden einen schönen Spot um ein paar nette Aufnahmen zu machen. Nach 2 – 3 Stunden sollten wir mit einer Go Pro ein paar Aufnahmen machen. Max vorne weg mit der Go Pro am Sattel auf uns gerichtet. Chris auf seinem Rennrad und ich laufend hinter Max her. So lief ich dann eine 4 km Runde. Nach einem Kilometer sagte ich zu Chris: „Man meine Beine sind echt müde, zum Glück bin ich gestern keine vollen 60 km gelaufen.“ Nach dem zweiten Kilometer im 3:59 min. Schnitt sagte ich: „mmhhhh… der 4:00 er Schnitt fühlt sich heute doch gar nicht so schlecht an….“ Nach dem dritten Kilometer kam dann die entscheidende Aussage: „Hey Chris, ich glaube heute könnten meine Beine doch nochmal 50 km rennen, irgendwie bin ich gerade im Flow….“ Max hat das gehört und fuhr zu den Jungs vom Kamerateam vor um Ihnen zu sagen, dass ich jetzt einfach mal noch einen 50 km Lauf machen will.

Nach 4 km kam ich beim Kamerateam an. Die konnten es nicht glauben. Der Tag war eigentlich komplett anders geplant. Ich sagte Ihnen: „Jungs, jetzt oder nie. Ich will jetzt LAUFEN verdammt.“

Also ging es spontan los…. Dieses mal mit Max und Chris als Support Team. Wir hatten das nicht geplant! Also musste Chris schnell vorfahren um noch Gels, Wasser, Salztabletten und Red Bull zu besorgen.

Die ersten 5 km lief ich viel schneller als geplant. Alles deutlich unter einem 4:00 min./km Schnitt. Ich war euphorisch. Ich sage immer: WENN ES LÄUFT, DANN LÄUFTS ! Und genauso fühlte ich mich gerade. Ich mache gerne solche Aktionen und wenn ich merke, dass ich mich gut fühle, dann ziehe ich einfach durch. Es ist mir dann egal, was am nächsten Tag ist. Mir macht es in diesem Moment dann einfach Spass und ich ziehe mein Ding durch! So nach dem Motto: CARPE DIEM!😉

Unsere Shooting Location war etwas ausserhalb von Arenal. Ich startete also dort und hatte dann schon einmal 6 km mehr als bei dem 50 km Startpunkt. Ich lief die ganze BALLERMANN Promenade entlang und es war einiges los an diesem Sonntag. Das war gut, denn dann hatte ich echt richtig Spass und Ablenkung.

Die ersten 20 km vergingen wie im Flug. Es lief einfach. Smooth und easy! Mit den Jungs an meiner Seite konnte ja fast nix mehr schief gehen! Nach ca. 15 km kam endlich auch Chris mit der Verpflegung an und ich nahm direkt mal eine Salztablette, weil es doch relativ warm war.

Nach 20 km ging es dann aus Palma heraus. Es ging wieder in Richtung Militärpass nur berghoch. Und mit diesem Pass hatte ich noch eine Rechnung offen. Zum Glück war er dieses mal nicht gesperrt. Ich war erleichtert und wollte noch einmal da hoch laufen. Kaum Autoverkehr und echt gut zu laufen macht es da hoch echt richtig Spass! Es ging alles echt gut und ich war locker drauf.

Oben am höchsten Punkt angekommen war ich echt froh, denn ich wusste dass ich gerade einen neuen, persönlichen 4 Wochen Kilometer Umfang Rekord aufgestellt hatte. Mein Ziel war klar: Ich wollte in den 4 Wochen insgesamt 800km d.h. 200 km/ Woche im Schnitt laufen. Das hatte ich nun am höchsten Punkt erreicht! Hammer geil! Und ich wusste auch, dass ich die Woche danach einfach nur chillen und mindestens 3 Ruhetage machen werde. Das motivierte mich noch einmal mehr ein bisschen weiter zu laufen.

Bergab lief es dann ganz gut und das Kamerateam war auch froh, denn da gab es einige gute Spots um zu filmen. Ich bin gespannt was dabei rauskommt. Ich hoffe doch nur bestes Material!😉 Aber ich bin mir da schon ziemlich sicher!

Ich lief also bergab und lies es rollen. Auf diesem Teilstück merkte ich dann natürlich meine Füsse, Oberschenkel und Wadenmuskulatur. Bergab staucht es eben alles zusammen und das geht schon ordentlich bei. Also versuchte ich so locker wie möglich zu laufen und Kraft zu sparen.

Jetzt war ich angefixt und bis zum Marathon wollte ich auf jeden Fall durchziehen! Der war dann auch schon in Palma erreicht. Ziemlich genau bei 2:50 h ! Und ich fühlte mich immer noch gut, trotz des Marathons vom Vortag in den Beinen!😉

Ich sagte den Jungs, dass ich auf jeden Fall die 50 km noch machen will. Dann sehen wir mal weiter. Und die Jungs so: „Wie dann sehen wir weiter?“ Du willst doch nicht etwa……

„Doch eventuell will ich….. Ist doch scheisse irgendwo bei 50 km aufzuhören. Wie kommen wir dann zum Hotel zurück, das noch ca. 8 km entfernt ist?“

„Oh Mann“ sagte Chris…. du bist echt total durchgeknallt. Aber echt krass. Das gibt es doch nicht.

Tja ich hatte einfach Bock zu laufen. Und wie gesagt, wenn es läuft dann läuft es….

Also zog ich einfach weiter durch. Bei 50 km war ich noch knapp über einem Schnitt von 4:00 min./km und dann hing ich einfach noch die letzten 10 km dran und steigerte dann das Tempo nochmal etwas um insgesamt unter 4:00min./km zu bleiben.

Das Kamerateam wartete dann an der „Ziellinie“ am Ballermann 2, wie schon bei dem Marathon am Tag zuvor, nur dass es dieses mal wirklich die 60 km wurden!

WAS EIN TAG und WAS EIN COOLES TRAININGSLAGER!🙂

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Und das hier oben ist das Ergebnis der letzten 4 Wochen. Bisher lag mein Rekord über 4 Wochen im Schnitt bei ca. 170 km/Woche.

Somit habe ich einige neue, persönliche Rekorde aufgestellt:

1.) 206 km im Schnitt pro Woche in den letzten 4 Wochen = 826,9 km gesamt

2.) 260 km in einer Woche (bisher war meine grösste Woche bei ca. 230 km)

3.) längstes Intervalltraining (10 x 2000m im Dauerlauf = 32 km)

4.) 4 lange Läufe in einer Woche – 1x 30 km, 1x 32 km, 1x Marathon, 1x 60 km !

Und JETZT erst einmal eine Woche regenerieren mit 3 kompletten Ruhetagen und einem Formtest am Wochenende !😉

 

4 Secrets of the Tarahumara that will improve your Running

1.) – Do not waste Energy –

A lot of people think there is some magical secret around the Tarahumara, but it really comes down to simple things like how you use your energy and when you are consuming energy, being in that present moment.

2.) – Work as a team –

Anyone who’s ever joined a running club has already learned one of the most important lessons of the Tarahumara: collaboration makes you stronger and happier. „These days, I run with friends as often as possible and it’s made a tremendous improvement in my mileage and enjoyment,” McDougall said.

3.) – Run with a contagious joy –

„Their traditional running is about working together in teams, celebrating as a community and honoring one another. Their laughter while running their traditional races was not only contagious, but inspiring. When we came back to the States and examined the faces of people running, we noticed pain, suffering, and unhappiness. I believe we get it wrong firstly by running without having correct form. Therefore, we do experience pain from injuries and loose the joy that can be found in running. Running is a joyful and sacred experience with a powerful spiritual significance.“

4. – Embrace simplicity –

„The Tarahumara don’t rely on GPS watches, heart-rate monitors, pace calculators, detailed training plans or a special shoe that best matches their running stride. Keeping things simple allows them to focus exclusively on running. McDougall contends that most runners today are too focused on the wrong things: the ‘getting’ instead of learning—i.e., getting new shoes, getting into Boston, getting a PR —all that acquire and conquer nonsense. “The Tarahumara treat running as a fine art, something to be learned slowly and perfected over a lifetime,” he says. “The goal isn’t necessarily to become fast; it’s to become good. Artists don’t obsess over speed; they obsess over mastering skills. For runners, that skill is form. The more you learn about moving your body lightly and efficiently, the closer you’ll be to running like the Tarahumara.“

Ganz genau so sieht es aus:

  • ENERGIE SPAREND LAUFEN !
  • TEAM SPIRIT UND NICHT IMMER ALLES ALLEINE LAUFEN !
  • MIT SPASS UND FREUDE LAUFEN ! –> Laufen ist meine Lebenseinstellung!
  • AUCH EINFACH MAL EINFACH LAUFEN !

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(Quelle: Competitor)

#selfiewiththeflow

Aktuell bin ich in München unterwegs.

Ab heute könnt ihr mich auf der ISPO antreffen.

Wie ihr wisst bin ich gerne auf Achse und laufe mit unterschiedlichsten Menschen und Läufern!

Das macht mir wirklich super viel Spass und gleich geht es auch schon wieder weiter.

Run with the Flow im Olympiapark. Ich bin gespannt wieviele von euch gleich mit mir laufen!🙂

Ich danke euch allen sehr für die Zeit und die Kilometer, die ich bisher mit euch laufen konnte!

Hier ein kleiner Auszug meiner #selfiewiththeflow😉

Wer findet sich? Oder auch (noch) nicht? Wer kennt wen?

http://www.instagram.com/runwiththeflow

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